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Posts mit dem Label "soziale Medien" werden angezeigt.

Schöne schlanke Bilderwelt - Zum Zusammenhang zwischen (sozialen) Medien und Essstörungen

Soziale Medien sind aus dem Leben der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Fast automatisch konfrontieren sie Nutzer*innen mit Bildern von „perfekten“ Körpern. Wie verändert das den Blick auf das eigene Äußere und gibt es einen Zusammenhang mit Essstörungen? von Anna Weith Am Anfang war da dieser Bikini. Julia hatte ihn auf der Instagram -Seite eines Models entdeckt, das sich mit durchtrainiertem Körper auf einem Segelboot bräunte. Am Ende aß die junge Frau nur noch eine halbe Scheibe Brot am Tag. Das Ziel hatte sie dabei klar vor Augen: Immer mehr Gewicht sollte weg, um endlich perfekt auszusehen. Mit der Zeit wurden die Konflikte mit Familie und Freunden immer größer, körperlich ging es Julia immer schlechter. Mit starkem Untergewicht entschied sie sich schließlich für die Behandlung in einer psychosomatischen Klinik. Julia ist keine reale Person. Ihre Geschichte steht aber als Beispiel für alle Menschen, deren Bezug zum eigenen Körper aus dem Takt geraten ist. Welche Essstörunge...

Hat nicht sogar Pamela einen kleinen (Schwimm-)Reif?

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und in der Belichtung. Und im Kontrast. Unrealistische Schönheitsideale überfluten insbesondere bildbasierte Social Media-Plattformen wie Instagram. Immer mehr Influencerinnen lassen deswegen nun die perfekte Hülle fallen und zeigen: Instagram ist nicht gleich Reality. von Leonie Peters & Franziska Ströhm  Mal ehrlich: Wer kennt es nicht? Ich liege sonntagnachmittags in Jogginghose auf der Couch und schaue mir zum dritten Mal das Staffelfinale von “Pretty Little Liars” an. In der einen Hand einen Schokoriegel, in der anderen das Handy, scrolle ich durch Instagram. Nach dem dritten Bikinifoto einer selbstbewusst lächelnden Schönheit fängt die Vergleichsmaschine an zu rattern. Ihre sonnengebräunten Beinchen, meine Jogginghosenstampfer. Ihr eingeölter Waschbrettbauch, meine Chipskrümel im Bauchnabel. Ihr strahlendes Lächeln, mein verzweifelter Blick in den Spiegel als ich realisiere, dass ich niemals so schön sein werde. Aber wieso stört mi...

Von Facebook in den Dschihad – Wie soziale Medien Extremismus befeuern

Wir erleben gerade die Epoche des digitalen Extremismus. Man kennt es aus den Nachrichten: Jugendliche und junge Erwachsene radikalisieren sich in sozialen Netzwerken im Internet und treten Terrororganisationen im In- oder Ausland bei. Aber welche Rolle spielt Social Media bei einer Radikalisierung eigentlich genau? von Nils Weinlein Islamistische Anschläge in Paris und Wien. Der rassistisch motivierte Anschlag in Hanau. Rechtsextreme Chatgruppen in der Polizei und bei der Bundeswehr. Reichsflaggenschwingende „Querdenker*innen“ auf Demonstrationen in Berlin, die den Reichstag stürmen wollen – das Jahr 2020 offenbart eindrücklich, dass radikales Gedankengut nach wie vor fest in verschiedenen Teilen unserer Gesellschaft verankert ist. Die COVID-19-Pandemie verschärft die Lage zusätzlich: Extremist*innen polarisieren mit diversen Verschwörungserzählungen in sozialen Netzwerken und finden dort neue Anhänger*innen (Guhl & Gerster, 2020). Die Radikalisierung über das Internet stellt all...

Fitness-Influencer auf Instagram - Fluch oder Segen für das männliche Körperbild?

Fett, faul und fröhlich? - Nicht so die männliche Bevölkerung auf Instagram ! #fitspiration lautet das Motto! Doch wie stark leidet das Selbstwertgefühl des Mannes unter den Fitnesstrends auf Instagram ? Wie beeinflusst der sogenannte „ instabod “ das männliche Körpergefühl? Und welche Auswirkungen kann das letztendlich sogar auf das Verhalten der jungen Männer haben? von Tamara Schneller, Inka Berthold, und Almut Hellwig Frauen sind bereits seit Jahrzehnten dem Druck ausgesetzt möglichst schön, schlank und attraktiv auszusehen. Ihre Körper werden schon lange gerne in Zeitschriften präsentiert und als Vorbild für alle Frauen dargestellt. In 20% der Fälle sind sie dabei auch nackt zu sehen. Bei Männern hingegen sah es bis vor zwanzig Jahren noch ganz anders aus. Es gab wenig gesellschaftliche Erwartungen an den männlichen Körper und Männer wurden selten auf ihr Äußeres reduziert. Im Vergleich zu den Frauen waren beispielsweise im Jahr 1950 nur 5% der Männer nackt in Zeitschriften abgebi...